TEST – CH-Mafia hat sich etabliert
Von Cypher Black in Computergames,Cypher Black | 1 Kommentar
Unsere Freunde von game-fokus.ch haben wieder ein Game getestet.
Hier der Bericht über Gbanga :

Das Zürcher Unternehmen Gbanga hat ein standortbezogenes (engl. location-based) Mafia-Game «Gbanga Famiglia» für Mobiltelefone entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Es wird um die virtuelle Macht über real existierenden Lieblingsplätze in Schweizer Städten gespielt.
Dieses Spiel ist eine Mischung aus Online Community, Game und der realen Welt. Nach dem anmelden einer von mir bestimmten Spielfigur, geht es darum möglichst viele Gegenstände zu sammeln und mit dem Clan Oberhaupt zu tauschen. Der erste Mafiagegenstand den ich aufnehme bestimmt auch die Familienzugehörigkeit.
Später habe ich die Möglichkeit die Familie zu wechseln, beispielsweise um im gleichen Clan zu sein wie meine Freunde. Crossrealty-Games ist eine neue Art zu spielen, es brauchte etwas bis ich herausgefunden habe, wie ich mich auf der in Zellen aufgeteilten Karte bewege kann. Ich muss mich im realen Leben an den gewünschten Ort begeben, damit ich die Zelle auf dem mobilen Gerät besuchen kann. In meinem Fall ist dies das iPhone.
Eine witzige Idee mit absolutem Kultstatus.??Ziel von «Gbanga Famiglia» ist es, virtuell möglichst viele real existierende Bars und Restaurants zu besetzen und diese Eroberungen gegen rivalisierende Famiglia zu verteidigen. Der Zwist zwischen den Familienclans, das Verbünden mit Freunden und das Abjagen von gegnerischen Besitztümern läuft in Echtzeit ab.
Ich selber spiele Gbanga sehr intensiv, denn gerade mit dem öffentlichen Verkehr habe ich einige Momente in denen ich Zeit finde, die Umgebung schnell zu erkunden und eventuell ein Restaurant übernehmen kann.
Während öffentliche Telefonzellen rar sind, gibt es diese in Gbanga fast haufenweise. Darin befinden sich für den Spieler oder Spielerin zu lösende Aufgaben. Diese können aber zweitweise wechseln. Zum Beispiel, muss ich 5 Teile eines Polizeiautos suchen. Habe ich diese gefunden setzt es die Teile zu einem kompletten Polizeiauto zusammen. Damit kann ich Razzia machen und viel Geld verdienen.
Auch Kleingeld sammeln lohnt sich. Aufzusammeln gibt es einiges. Während die einen Geldscheine einen Wert von 10 haben, können Diamanten bis zu 300’000 aufweisen. Ein Tipp: Wenn genügend Kleingeld da ist, gibt es die Möglichkeit für einen „Combo Trade“. Damit kann ich die Famiglia Kasse gehörig aufpolieren. Aber ich möchte nicht zuviel verraten, wie es sich für eine echte Famiglia gehört. Es gibt definitiv Familien-Geheimnisse, welche man nicht einfach so preisgibt. Eine gute Möglichkeit sich zu informieren ist der Blog. Hier der Link:
http://blog.gbanga.com/
«Gbanga Famiglia» steht kostenlos zum Download auf der Website www.gbanga.com oder im iTunes App Store zur Verfügung und funktioniert auf den meisten gängigen Handymodellen «Gbanga Famiglia» war am Anfang exklusiv in der Schweiz zu spielen. Mittlerweil breitet sich die Schweizer Mafia über den ganzen Globus aus.
Aus der Sicht des Gamers:
Gbanga ist für einen geübten Spieler oder Spielerin eine Herausforderung. Nicht der Gameplot ist die Herausforderung, sondern das drumherum.
Grundsätzlich geht es ja darum Restaurants, Läden usw… zu übernehmen und darum Gegenstände aufzusammeln und in harte Schweizer Währung umzutauschen. Aber um der Famiglia dienlich zu sein braucht es Durchhaltevermögen, die Fähigkeit sich zu vernetzen und die Fähigkeit sich auf neue Situationen einzustellen.
Die Herausforderung ist gleichzeitig die Faszination. Habe ich das Zeug zu einem der oberen in meiner Famiglia? Oder bleibe ich der ewige Laufbursche der das Schutzgeld eintreiben muss? Es ist deine Entscheidung was du sein willst.
Es ist aber auch eine Herausforderung für die Spielemacher aus Zürich. Ideen und Überraschungen sind gefragt um das Spiel spannend zu halten.
Muss ein Mafia Spiel fair sein? Achtung, wenn du jetzt nein sagst, sagst du ja zu der Möglichkeit Rückschläge in Kauf nehmen zu müssen. Sei es dass sich ein Famiglia Mitglied plötzlich grössenwahnsinnig wird und eine eigene Famiglia will, oder dass deine Lokale schneller wieder abgenommen werden als du sie wieder einsammeln kannst.
Aber für mich als Gamer hat das Spiel definitiv Kultstatus, einfach versuchen und wirken lassen.
Sichtweise Eltern:
Obwohl dieses Spiel mit Mafia betitelt ist, geht es komplett unblutig und ruhig zu und her. Die Figuren sind comicartig abstrahiert und dennoch liebevoll umgesetzt.
Also ein Game uneingeschränkt für Kinder? Es gibt zwei Gründe die dennoch dagegen sprechen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Spieles ist das „Social Networking“ und die Spieler in Gbanga sind eher 18 Jahre und drüber. Ein 10 jähriges Kind wurde ich nie unkontrolliert in einem sozialen Netzwerk, welches nicht klar zu Erwachsenen abgegrenzt ist, spielen lassen. Dies hat nichts mit dem Spiel zu tun, sondern mit einem Grundsatzentscheid. Ich lasse meine Tochter auch nicht alleine an die Streetparade oder an die Langstrasse. Hier habe ich elterliche Verantwortung.
Das zweite Argument ist die Möglichkeit „Ingame“ Zubehör für einen besseren Spielverlauf käuflich zu erwerben. Kinder sehen die Möglichkeit leicht weiterzukommen. Dies kann sich bei exzessivem Gebrauch, schnell auf die Rechnung niederschlagen.
Hier gilt es den Kindern den richtigen Umgang beizubringen. Denn solche Möglichkeiten werden in vielen Games offeriert. Deshalb empfehle ich den Eltern ihre Kinder zu begleiten und an die Gegebenheiten hin zu führen. Das Spiel bringt viel zum Thema Crossrealty und Networking, ein Verbot für Kinder ist nicht angebracht.
Kein Blut, kein Sex und keine sichtbare Gewalt, ist als Game ideal, aber als obenerwähnten Gründen nicht ohne Begleitung. Ab wann die Eltern ihren Kindern erlauben wollen Gbanga spielen zu lassen, muss ich ihnen überlassen. Da ist jedes Kind unterschiedlich in seiner Entwicklung.
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spiele virtuell | Okt 11, 2011 | Reply
Ich liebe Mafiaspiele, da kommt mir dieses gerade sehr gelegen. Bin ja mal gespannt, werde es auf jeden fall ausprobieren.